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Individualisierter Unterricht

Hortensie am 03.07.2009 | 14:46
Sehr geehrter Herr Rosenboom, wie wollen Sie sicherstellen, alle zukünftigen Primarschullehrer in die Lage zu versetzen, wirklich individualisiert zu unterrichten? Dieser geringe geplante Fortbildungsbedarf reicht m. E. nicht.





vorhandene Antworten
Norbert Rosenboom am 03.07.2009 | 14:53
Hallo Hortensie,

bei Fortbildungen geht es nicht darum, jeden einzelnen Lehrer zu erreichen, sondern in jedes Kollegium das richtige Signal auf veränderten Unterricht zu brigen. Die fortgebildete Lehrkraft berät die Kolleginnen und Kollegen. Gleichzeitig ist Fortbildung nicht unabdingbare Voraussetzung jeder schulischen Erneuerung, denn das eigendliche Signal des veränderten Unterrichts ist die Veränderung der Schulsruktur durch die Schulreform. Und glauben Sie mir, dieses Signal wird wirken. Mit besten Grüßen
HLeo am 03.07.2009 | 15:01
Sehr geehrter Herr Rosenboom, ich glaube Ihnen, dass "das Signal wirken" wird. Nur hilft das weder den Schülern noch den Lehrer. Individualisierter Unterricht, noch dazu jahrgangsübergreifend, ist sehr anspruchsvoll und schon häufig gescheitert (siehe die aktuelle Diskussion in Berlin). Dafür muss die Behörde doch mehr tun als "Signale" setzen!
MfG, Hubertus Leo
Hortensie am 03.07.2009 | 15:04
Vielen Dank für Ihre Antwort. Wie die Informationsverteilung nach Schneeballsystem tatsächlich funktioniert, ist an dem uralten Kinderspiel "Stille Post" zu sehen. Unsere Kinder werden vom einzelnen Lehrer unterrichtet und da ist es leider erst einmal unerheblich, ob der Pädagoge der Nachbarklasse die Fortbildung erhalten hat, oder nicht. So etwas funktioniert nur, wenn alle dies wirklich wollen, aber da wir ja alle Menschen und nicht alle gleich sind, sehe ich diesen Erfolg durch eine bloße Signalgebung leider nicht. Wir erleben derzeit Pädagogen, die schon jetzt nicht wissen, woher sie die Zeit stehlen sollen. Wie wollen Sie diese Menschen motivieren, aktivieren und angemessen entlohnen?
John am 03.07.2009 | 15:36
Hallo Herr Rosenboom,

allein auf den Multiplikatoren-Effekt zu setzen reicht gerade bei Grundschullehrerinnen oft nicht aus.
Allzu oft ist die Präsenz in der Schule zu kurz um ein Gespräch mit Kollegen und damit die Verteilung des Erlernten zu ermöglichen. Sehr viele Grundschullehrerinnen müssen nach der Schule sofort nach hause, weil ja das eigene Kind aus der Schule kommt. Es wäre daher sehr sinnvoll in eine Präsenzzeit-Regelung zu Investieren. Das erfordert natürlich angemessen und daher teure Arbeitsplätze in den Schulen, ist aber ziel führender als ein Zaubau von Klassen- und Fachräumen für eine sinnlose Primarschule.
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