Wo soll gespart, wo Geld ausgegeben werden? Reden Sie mit!
Wiki

Verwaltung

Moderator am 10.07.2009 | 10:26
» Beteiligte
Teilnehmer: Thomas Mann, chaoshacker, Miko, citybowl, deep2thought, Oliver Thiele, Sensai, pleo, Betty Monaco, Farmsener, Seestern, regularwittgenstein, Spiekermann, Historian, danielB, AS-TA, Wonch, Patrick, kh, Knud, seelenkarneval, Pteter Antesberger, Historian


» Kurzbeschreibung
Quer zu den verschiedenen Haushaltsposten sind unterschiedliche Vorschläge gemacht worden, wie man innerhalb der Verwaltung Einsparungen erzielen kann.


» Langfassung
Im Allgemeinen könne man Prozesse in der öffentlichen Verwaltung durch schnellere Entscheidungswege und mehr Kompetenz effizienter machen, was schließendlich zu nicht unerheblichen Kosteneinsparungen führen würde und es erlaube, Personal abzubauen. Dagegen wird erwidert, das eine effizientere Bearbeitung der Aufgaben nicht weniger Personal sondern mehr Personal bedeuten würde, oder aber man müsste die internen Prozesse ändern. Ein zu schnelles Abzeichnen und Durchwinken von Anträgen sei zu Fehler anfällig.

Anregungen für solche internen Veränderungen kämen beispielsweise aus den Niederlanden, wo die Verwaltung die Verantwortlichkeiten und Entscheidungsbefugnisse anders verteile. Mitarbeiter, die in der Hierarchie weiter unten stehen, die aber mit der Thematik besser vertraut seien als ihre Vorgesetzten, könnten durchaus mehr Entscheidungsbefugnis bekommen, verbunden natürlich auch mit der Übernahme der entsprechenden Verantwortung.

Ideenmanagement / Vorschlagswesen
Angeregt durch die Diskussion im Forum, wird der Vorschlag gemacht, das Wissen der Bürgerinnen und Bürger gezielt und kontinuierlich zu nutzen, indem ein Ideenmanagement / bzw. Vorschlagswesen eingerichtet wird, wie dies schon in vielen Firmen der Fall sei. Dies könnten gezielte Vorschläge zur Lichtung des Schilderwaldes oder zur Schaffung von Parkplätzen sein, oder aber Hinweise zur Vereinfachung von Formularen, zur Optimierung von Arbeitsprozessen oder zur Einsparung unnötiger Kosten.

Am effektivsten sei dies mit einer kleine Abteilung von Beamten umzusetzen, die sich mit den ausschließlich damit beschäftigt, Vorschläge zu beurteilen, zu überprüfen, ggf. weitere Informationen einzuholen, die Vorschläge an die richtigen Stellen weiterzuleiten, die Bearbeitung ständig zu verfolgen und am Ende dem Vorschlaggeber eine Rückmeldung zu geben. was daraus geworden ist.

Das ganze könnte als geordnetes Chaos, als ständiges Brainstorming seine Wirkung entfalten. Es könnte zudem als Sammelbecken zum Austausch, als Bürger-Forum, konzipiert werden, welches man Ernst nimmt, das man schätzt, seitens der Stadt und ihrer politischen Vertreter.

Ein anderer Teilnehmer weist darauf hin, dass es zumindest für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger Verwaltung bereits ein Ideen-Management gäbe, ein Betriebliche Vorschlagwesen (BVW). Zudem wird auf den Eingabenausschuss der Hamburger Bürgerschaft verwiesen, und die Teilnehmenden zur Abgabe einer Petition aufgefordert. Dies habe allerdings mehr Ähnlichkeiten mit einem Beschwerdemanagement und nicht mit einem Ideenmanagement zu tun. Außerdem sei es nicht unbedingt nötig, dass sich gleich die Bürgerschaft oder der Senat damit beschäftige. Bei diesem Vorschlag ginge es einfach nur darum, bestimmte Dinge zu prüfen und darüber zu entscheiden, ggf. diese auch weiterzuentwickeln. Eine gute Idee könne auch per E-Mail oder Web-Formular, anonym und auf Englisch eingereicht werden, und nicht wie bei dem Eingabeausschuss nur auf Deutsch und mit gültiger Unterschrift.

Zudem könne man auch Online Umfragen zu aktuellen Themen, wie es sie von Marktforschungsinstituten schon lange gibt, durchführen, die eine gute Möglichkeit für eine Ideenbörse/Bedarfsbörse zur Gestaltung von Politik wären.

Zentraler Einkauf
Im Forum wird vorgeschlagen, sämtliche Mittel die die verschiedenen Einrichtungen der Stadt einkaufen (Büroausstattung, Werkzeuge, Maschinen, Fahrzeuge, Dienstkleidung,...) über einen zentralen Einkauf zu beschaffen. Dadurch seinen Rabatte möglich, da große Mengen abgenommen werden würden. Zudem sei die die Administration dieser Mittel einfacher, und man könne Wissen bündeln, was zu einer höheren Qualität bei der Auswahl führen würde. Zudem könnte die Beschaffung stärker kontrolliert werden, um Begünstigungen einzelner Anbieter vorzubeugen.

Nordstaat
In der Diskussion ist wurde auch die Überlegung angestellt, dass Stadtstaaten unnötig höhere Verwaltungs- und Regierungskosten pro Einwohner hätten, so dass langfristig einiges Geld eingespart werden könnte, wären Hamburg und Schleswig-Holstein ein Bundesland.
Dagegen wird eingewendet, dass die Zusammenlegung von Flächenländern eher erfolgversprechend sei, eine Großstadt und ein Flächenland zu viele unterschiedliche Interessen haben könnten. Es könne aber durchaus Sinn machen, in bestimmten Bereichen zu kooperieren
Für Hamburg sei ein Zusammenschluss mit Schleswig Holstein eher problematisch, da es eines der am höchsten verschuldeten Bundesländer (SH) mit finanzieren zu müssen. Außerdem würden sich für Hamburger die kurzen Wege erledigt haben, da Kiel und Lübeck sicherlich auch Ansprüche auf Verwaltungseinrichtungen stellen würden.

Digitalisierung der Kommunikation
In den Begründungen finden sich zahlreiche Vorschläge, die die Digitalisierung der verwaltungsinternen Prozesse vorschlagen. Dies bezieht sich auf
• Die Kommunikation zwischen Amt und Bürger bspw. über einen öffentlich sicheres Mailformat (de-mail.de)
• Anträge, Wohnungswechsel etc. sollten per Internet erledigt werden können auf einer gut organisierten Website
• Protokolle, Tagesordnungen, Anlagen elektronisch nutzen um Bürobedarf einzusparen
• Dienstreisen durch Videokonferenzen ersetzen
• Flexible Diskussionen per Internet ermöglichen
• Einsparung im Bereich Dataport / EDV durch neue Ausschreibungen ggf. Gründung einer eigenen EDV Abteilung
• Höhere Investitionen im Bereich eGoverment

Veränderung beim Personal
• Erhöhung des Bürger-Service durch eine leistungsgerechte Bezahlung für Service-Mitarbeiterinnen und Bonus-Urlaubstagen bei hoher Kundenzufriedenheit
• Längere Arbeitszeiten, weniger Urlaub, keine Brückentage
• Einsparungen bei Dienstreisen: PKW-Kilometergeld halbieren, keine Inlandsflüge, Zugfahrten nur 2. Klasse


Foren-Übersicht
Hauptforum
Neue Beiträge: 0
Beiträge Gesamt: 278
Diskussion mit Wolfgang Rose (ver.di / SPD)
Neue Beiträge: 0
Beiträge Gesamt: 37
Leistungen & Projekte
Neue Beiträge: 0
Beiträge Gesamt: 18
Mögliche Einsparungen
Neue Beiträge: 0
Beiträge Gesamt: 223
Begründungsforum
Neue Beiträge: 0
Beiträge Gesamt: 1286
Livediskussion Bildung
Neue Beiträge: 0
Beiträge Gesamt: 41
Expertenforum
Neue Beiträge: 0
Beiträge Gesamt: 47
Lob & Kritik
Neue Beiträge: 0
Beiträge Gesamt: 37
Melden Sie sich an und laden Sie Ihre Freunde ein