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Bildungsideen

Moderator am 06.07.2009 | 11:52
» Beteiligte
Teilnehmer: Gerda, Mario, Bärbel, xeroxx242, ZaphodB, heike, Gerd, Bärbel, Finn Ole Ritter, Dieter Lohberger, Bergerdorfer, Besorgte Mutter, GuteSchule, GG60, Veddel, Gwynneth, Bebelsdorf, gefilte fish , Fabian Temme, Marc Rausch, TomHamburg, regularwittgenstein. Margelowsky, Kunibert, ein Student, matjes, SPHH, Fabian Temme, Monrak, lorelay, Ella, Remmert-Rieper, Celik, Twennsen, Zunge, Fhw, rschulz, Ani, hofi, Baja-Minu,Spiekermann, Ebelt, Nörenberg, Historian, danielB, hemmor, AS-TA, moneypenny, HaSe, Se_Hen, heike


» Kurzbeschreibung
In diesem Wiki finden sich gesammelte Vorschläge zur Verbesserung der Bildung.


» Langfassung
Lehr- und Unterrichtsmaterial

Die Teilnehmenden fordern häufig eine Verbesserung der Lern- und Lehrmaterialien, dazu gehören modernere und bessere Schulbücher, Unterrichtsmaterial und Lernmittel. Auch die Abschaffung des Büchergeldes wird gefordert.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die die Anschaffung von „Hightech Smartboards“ als übertrieben ansehen, und darauf verweisen, dass Overheadprojektoren einen ähnlichen Zweck erfüllen. Es bräuchten auch keine einzelnen Computer für Schulklassen angeschafft werden, wenn ganze Computerräume eingerichtet würden.

Kleinere Klassen und mehr Lehrer
Viele Teilnehmende sprechen sich dafür aus, die Zahl der Lehrer zu erhöhen und kleinere Klassen einzuführen. Es gehe darum, die Schüler-Lehrer-Relation zu verbessern und so eine intensivere und individuellere Betreuung der Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen.
Das Allerwichtigste sei nach Aussage einer anderen Teilnehmerin, eine Verkleinerung der Schulklassen auf 15 Schüler, um guten Unterricht, individuelle Förderung und Beziehungsarbeit zu ermöglichen. Kleine Klassen ermöglichen den Schülern ein intensives Lernen und sinnvolles Nutzen ihrer Schulzeit. Lehrer seien in der Lage, sich dem Einzelnen fördernd zuzuwenden. Lehrkräfte blieben leistungsfähiger und können die Kompetenzen einsetzen, die sie auf Grund von Ausbildung und Erfahrung haben.

Mehr Lehrer würden auch den Unterrichtsausfall an Schulen verhindern.

Ein Teilnehmer fordert dagegen zu alten Wurzeln zurückzukehren, und weniger Lehrer einzustellen, da es auch weniger Kinder gäbe.

Ausbau der Betreuung
Von den Teilnehmenden wird auf unterschiedlichste Art und Weise die Notwendigkeit angesprochen, für mehr Betreuung der Schulkinder — auch über den normalen Schultag hinaus zu sorgen. Dies könne von schulischen Angeboten am Nachmittag über eine Erweiterung der Ganztagesbetreuung bis hin zum Ausbau der Ganztagsschulen gehen.


Kopplung sozialer Herkunft und Schulabschluss durchbrechen

Um den in Hamburg so deutlichen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulabschluss aufzubrechen, sollte eine konsequente Kleinkindförderung, Sprachförderung, kostenlose Kitas ab 2 Jahre, Ganztagesschulen und Bildungshäuser errichtet werden.

Ein Teilnehmer schlägt vor, verpflichtenden Sprach- und allgemeiner Entwicklungstest mit 4 Jahren für alle Kinder, und bei Defiziten eine Verpflichtung zum Besuch eines Schulvorbereitungskurses einzuführen.

Darüber hinaus wurde die Quotenregelung für das Gymnasium und reduzierte Einflussnahme der Eltern kritisiert.


Standardisierung von Bildung

Die Teilnehmenden kritisieren die unterschiedliche Bewertungen und Standards der schulischen Leistungen in den Bundesländern. Es wird daher gefragt, ob die Bildung nicht vielleicht an die Bundesebene abgegeben werden sollte, auch um Umschulungen zu erleichtern, die Eltern ihren Kindern aus beruflichen Gründen zumuten müssen. Derzeit erstelle und überarbeitet jedes Bundesland für sich Rahmenlehrpläne, die zu detailierteren Lehrplänen verfeinert würden. Mit bundeseinheitlichen Rahmenlehrplänen könnten hier Kosten vermieden werden.

Konträr dazu wird jedoch dafür plädiert, die Autonomie der Schulen zu erhöhen und die Lehrmittelfreiheit einzuführen. Mehr Dezentralisierung erlaube, den Mittelbedarf langfristig zu reduzieren. Mehr Freiheit und Wettbewerb solle in den Schulen eingeführt werden.

Privatschulen

Teilnehmende sprechen sich für eine zusätzliche Zulassung von Privatschulen bzw. Privatinvestoren/-förderung aus. Förderung von privat Schulen und Universitäten könne zum Anziehungspunkt für Hamburg werden und eine Entlastung der staatlichen Schulen vorantreiben.

Veränderung in der Lehrerentlohnung

Des Weiteren wird vorgeschlagen, die Gymnasien effektiver zu entwickeln, indem ein zu erreichender durchschnittlicher Lernzuwachs vereinbart oder vorgegeben wird. Bei Zielerreichung bekommt die Lehrkraft einen Bonus, wird er nicht erreicht, gibt es einen Abschlag. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, den Unterricht effektiver zu gestalten. Das Instrumentarium, um Lernzuwachs zu messen, seien in den vergangenen Jahren hinlänglich entwickelt worden.

Hier wird vorgeschlagen, die Lehrer künftig als Angestellte einzustellen - und nicht mehr zu verbeamten. Zudem sollte das Grundgehalt niedriger sein und dafür die Leistungsanreize höher ausfallen. Zwar fielen zunächst Arbeitgeberanteile der Sozialversicherungen als Kosten an, der Haushalt spare aber langfristig Pensionszahlungen. In Extremfällen könne man sich von unfähigen Mitarbeitern trennen, die im Falle einer Verbeamtung unkündbar seien

Lehrerfortbildung

In der Kritik steht auch das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI), dessen Abschaffung einige Teilnehmer fordern. Dagegen wird angemerkt, dass Lehrerfortbildung wichtig sei und sich die Zustände und die Dozenten am LI in der letzten Zeit erheblich verbessert hätten. Es sollte jedoch darüber nachgedacht werden, ob der Umfang der Fortbildung dem tatsächlichen Bedarf bei der Lehrerschaft entspricht, oder ob nicht ein wenig reduziert werden könne.

Andere Teilnehmer plädieren dagegen für eine verstärkte Investition in die Lehrer-Fortbildung. Gerade für den durch die Schulreformen angestrebten individualisierten Unterricht müssten die Lehrer optimal ausgebildet werden.

Darüber hinaus sollte die Behörde mehr Basismaterial für die Erarbeitung von Wochenplänen, Themenkisten, Sprachkalender oder Lehrwerkstätten zur Verfügung stellen, damit nicht jeder Lehrer bzw. Lehrerschaft "das Rad jedes mal wieder neu erfinden muss", sondern das Material nur an die eigenen Bedürfnisse angleichen müsste. Dieses würde viel Arbeitzeit und Druck bei der Lehrerschaft einsparen.

Zudem sollte die Fortbildung der Lehrer in der unterrichtsfreien Zeit in den Ferien stattfinden, damit kein Unterricht ausfalle. Von Seiten der Lehrer wird gekontert, dass Lehrer gar nicht mehr Urlaub hätten als andere und in den Ferien Vorbereitungen machen müssten. Außerdem betrage die offizielle wöchentliche Arbeitszeit nach Lehrerarbeitszeitmodell 46,57 Stunden, was sich durch zusätzliche Aufgaben noch erhöhe. Die Fortbildungen würden bereits heute außerhalb der Unterrichtszeiten stattfinden. Hier liege keinerlei Einsparpotential vor.

Erwachsenenbildung

Um eine bessere Basisbildung zu erreichen, wird ein allgemeines und öffentliches Fortbildungsportal vorgeschlagen. Online-Bildungsangebote könnten als Open-University für fortbildungswillige Erwachsene angeboten werden. Es sei sinnvoll den Unterricht in der Schule und in den Universitäten aufzunehmen und als Mitschnitt öffentlich zur Verfügung zu stellen (http://timms.uni-tuebingen.de/Themen/Th emen.aspx ). Ein solches Vorgehen könne Einsparungen und Erweiterungen der Bildungslandschaft nach sich ziehen. Es entstünde jedoch auch eine Konkurrenz zu Fernschulen, die sich dann auf Betreuung spezialisieren müssten. Auch könne die Digitalisierung der Lehrinhalte und Methoden nur auf freiwilliger Basis geschehen.


Weitere Themen, die angesprochen wurden:
- mehr sozialpädagogisches Personal um Lehrer zu entlasten
-Sanierung der Schulgebäude
-Mehr Förderung von schwachen Schülern
-Frühkindliche Bildung
-Schwimmunterricht für alle Schüler
-Lärmschutz in den Schulen
-Kostenloses Mittagessen für Kinder


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