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Verzicht Prestigeobjekt Elbphilharmonie

Gerda am 19.06.2009 | 15:59
Streichung aller öffentlichen Gelder für den Bau der Elbphilharmonie - falls das juristisch nicht mehr geht: keine weiteren öffentlichen Gelder für die Elbphilharmonie.

Dieses Bauwerk ist ein Fass ohne Boden. In einer Finanzkrise sollten wir andere Prioritäten haben.




vorhandene Antworten
Farmsener am 19.06.2009 | 16:01
So viel wie bereits investiert wurde, wäre ein Rückzug das schlimmste, was man machen könnte.
Das Geld ist eh schon weg, dann will ich dafür wenigstens am Ende die Elbphilharmonie fertig da stehen sehen, über die ja auch Gelder zurückfließen...
ZaphodB am 22.06.2009 | 14:35
Hamburg braucht auch Symbole - und ich finde, dass die Elbphilharmonie ein tolles Symbol ist. Richtig: der alte CDU-Senat hat völlig unprofessionell verhandelt und die Kostensteigerungen viel zu lange verschwiegen. Die Beteiligung der GAL hat wenigstens dazu geführt, dass die Kosten jetzt transparent sind. Mir sind sie auch zu hoch - aber mal ehrlich: Die Opernhäuser von Sydney und Oslo sind auch nicht "in time and budget" fertig gebaut worden. Und in der Liga spielt Hamburg.

Wichtig ist etwas ganz anderes: Wie stellen wir sicher, dass die Elbphilharmonie nicht nur ein Elitetempel für Smoking-Träger wird, sondern ein Haus für alle Kulturinteressierten, alle Altergruppen und alle Geldbeutel?
veddel am 22.06.2009 | 17:04
Man sollte versuchen daran noch zu sparen, wo es geht. z.B. die völlig überteuerte Zuwegung (15 Mill) zum Baumwall könnte radikal gekürzt werden.
Das wurde aber vor kurzem gerade beschlossen.
Auch im Innenausbau könnte man sicher noch sparen. PVC statt Carara-Marmor o.ä.
Aber dann sinkt ja das Architektenhonorar ?
MehrScheinAlsSein am 23.06.2009 | 20:04
Hamburg braucht ein Prestigesymbol?
Weswegen? Der Förderung des Tourismus kann es nicht sein, der ist sei Jahren im Wachstum (auch ohne Elbphilharmonie). Wer wird dort eine Veranstaltung besuchen? Und im Schauspielhaus? Und in der Neuen Flora? Und im Theater im Hafen? Und in der Staatsoper? Und im Operettenhaus? Fliegende Bauten, Schmidts Tivoli, Schmidt Theater, Imperial Theater, Thalia Theater, Ernst Deutsch Theater, Wínterhuder Fährhaus, Ohnsorg-Theater,...
Richtig, diese Stätten sind ständig so gut besucht und jeder Hamburger sieht sich hier als Zielgruppe.
Da muss ja noch eine Philharmonie her, um der Übernachfrage gerecht werden zu können.
Na, was solls. Fahre jetzt zu meinem Cousin. Der hat noch meine Regenjacke, weil es in seinen Klassenraum regnete. Doch jetzt scheint ja die Sonne, da braucht er sie nicht mehr...
chaoshacker am 25.06.2009 | 01:26
Wärend des Baus des Opernhaus in Sydney gab es viel größere Probleme als bei der Elbphilharmonie - und man hat es trotzdem gebaut. Heute ist es das weltberühmte Wahrzeichen der Stadt und Australiens und UNESCO-Welterbe! Dazu ist es eine Touristenattraktion.
Man sollte eine langfristige Investition in die Stadt nicht jedes Mal in Frage stellen, weil Geld für soziale Einrichtungen fehlt!
1. kann man das fehlende Geld auch anders aufbringen und 2. kann man das fehlende Geld in Zukunft genau durch solche Bauwerke indirekt einnehmen!
Es ist teilweise sehr frustrierend was man hier liest. Man scheint umgeben von Zweiflern und Nein-Sagern zu sein. Wann in der Geschichte hat jemand mit so einer passiven/negativen Einstellung etwas Großes geschaffen? Ich fordere nicht dazu auf unvernünftig zu handeln, aber man darf auch nicht zu klein denken; nicht in einer Stadt wie Hamburg.
admine am 25.06.2009 | 11:01
Für die Elbphilharmonie sollte die Stadt ursprünglich nur das Grundstück geben und den Bau wollte die Elite, die wahrscheinlich bei den Konzerten unter sich bleibt, selbst finazieren. Jetzt ist die Stadt aber mit fast einer 1/2 Millarde € dabei. Wie konnte es dazu kommen? Wer konnte wie an den Gesetzen und Bestimmungen drehen und sich an den Steuergeldern bedienen?
In meinen Augen ist das ein Skandal, wenn es sich nicht sogar um eine Straftat der schweren Untreue handelt.
Betty Monaco am 25.06.2009 | 15:18
Sicherlich hätte Hamburg kulturell noch mehr gewonnen, wenn nicht nur eine prestigeträchtige Konzerthalle gebaut, sondern auch in die drei Hamburger Orchester investiert würde. Zwar kann man immerhin das NDR-Orchester zu den Spitzenorchestern auf nationaler Ebene zählen. Anders als Berlin oder die drittgrößte Stadt der Republik (München) spielt in der zweitgrößten Stadt (Hamburg) jedoch leider kein Orchster auf, das international zu den Top Ten zählt. Da kann man nur hoffen, dass die Elbphilharmonie die Berliner Philharmoniker und das BR-Orchester öfter in die Hansestadt locken wird.
chaoshacker am 25.06.2009 | 21:12
Warum muss man in die Orchester Geld investieren?! Das macht man bei anderen Bands doch auch nicht? Entweder sind sie so gut und beliebt, daß sie sich über ihre Gagen finanzieren, oder auf dem Markt ist kein Platz für soviele Orchester! Und daß Gelder des öffentlich rechtlichen Rundfunks in solche Orchester gesteckt werden ist an sich ein Punkt wo man Geld einsparen kann!
Harburg63 am 29.06.2009 | 11:01
Ich kann mich dieser Meinung nur anschließen. Es scheint in Hamburg quasi ein Sport zu werden, Sponsoren für Prestigeobjekte zu finden, die Hamburg dann enorme Folgekosten nach sich ziehen. Hier kann sicherlich eingespart werden! Z. B. an Materialien und Extrabaumaßnahmen, die nur der optischen Wirkung entgegenkommen! Ich empfinde das wie viele Hamburger auch als völlig unnötig großspurige Planung!
veddel am 29.06.2009 | 15:58
Zum Stichwort Elbphilharmonie kommt immer die Oper in Sydney als Beispiel
1. Fehler die andere gemacht haben sollten eine Lehre sein. Warum nicht gleich so teuer wie in Sydney geschätzt ?
2. Das Opernhaus von Sydney ist das Wahrzeichen eines ganzen Kontinents und nicht einer popoligen Provinzstadt von keinen 2 Mill. EW wie Hamburg. (Solche kleinen Städte sind in China auf den üblichen Landkarten gar nicht verzeichnet).
Und es war damals (und vielleicht auch heute ?) das einzige Opernhaus des Kontinents.
Hamburg dreht damit ein deutlich zu großes Rad.
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