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Auflösung/deutliche Verkleinerung des LI

Gerda am 19.06.2009 | 15:56
Eine Auflösung bzw. deutliche Verkleinerung des Landesinstituts für Lehrerfortbildung würde Arbeitsplätze einsparen, die die Schulen selbst dringend brauchen.

Der Schlüssel für eine bessere Bildung ist die Betreuungsrelation in den Schulen. Ziel müsste sein: Keine Klasse mit mehr als 20 Kindern. Das kostet Geld. Jede am LI eingesparte Stelle wäre an einer Schule besser aufgehoben als am LI. Denn die meisten Fortbildungen im LI halten nicht, was sie versprechen. Und sie sind auch nicht nötig, wenn die Lehrer sich durch eine gute Betreuungsrelation besser um die einzelnen Kinder kümmern können.




vorhandene Antworten
GG60 am 19.06.2009 | 18:02
Viele sogenannte Fortbildungen am LI müssen sich leider tatsächlich die Frage gefallen lassen, wem sie nützen. Gespart wurde bisher am LI vor allem bei dem, was hilfreich ist für die Praxis. Wo sind z.B. die qualifizierten Angebote zur Lehrersprache geblieben, die halfen zu verhindern, sich vor der Klasse die Stimme zu ruinieren?
Moderator am 24.06.2009 | 11:12
Liebe Teilnehmende,
inwiefern lässt sich ein solcher Vorschlag vereinen mit dem permanenten Druck für Lehrerinnen und Lehrer, sich ständig weiter fortzubilden?
Gibt es dafür keinen Bedarf?
Inwiefern könnte die Fortbildung anders organisiert sein, andere Themen ansprechen?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)
Gerda am 28.06.2009 | 19:02
Liebe Moderatorin,
nicht alle Fortbildungen sind überflüssig, aber kleinere Klassen - finanziert durch weniger Fortbilder, aber mehr Lehrer - würden eine ganze Reihe davon überflüssig machen wegen der besseren Betreuungsrelation. Sie ist das Entscheidende, siehe oben.
Hinzu kommt: Wer jahrelang im Schuldienst war, muss feststellen, dass auch Didaktik und Methodik einer Mode unterliegen. Derzeit ist individualisierter Unterricht der letzte Schrei, davor war es die Gruppenarbeit, davor... Im Moment sollen Kompetenzen erworben werden, früher sollten Lernziele erreicht werden... - meken Sie"s? Letztlich geht es immer um dasselbe, nur die Namen wechseln. Umd bereits nach wenigen Jahren der Praxis weiß man: Der Mix macht"s. Das Einschwören auf die eine selig machende Didaktik ist schlicht überflüssig.
Und dann:
Sie müssten einmal das jämmerliche Niveau mancher Fortbildung erleben! Der Ertrag von einer Stunde Anfahrt, einer Stunde Abfahrt und drei Stunden Fortbildung sind häufig Kenntnisse, die man sich selbst mit Hilfe von Bücher-Sichtung und Internet-Recherche in einer Stunde angeeignet hätte. In anderen Fällen gehen die Inhalte völlig an der Schul-Praxis vorbei. Und häufig wird man behandelt wie Schüler: Die Fortbilder vergessen völlig, dass jeder der Anwesenden ein Vollstudium oft mehrerer Fächer absolviert hat und speisen einen mit Banalitäten ab.
Soweit mein Exkurs, um Ihre Frage aus meiner Sicht zu beantworten. Ich bleibe also dabei: Ich halte es für eine sinnvolle Sparmaßnahme, Lehrer-Stellen auf Kosten von Fortbilder-Stellen zu finanzieren.
xeroxx242 am 01.07.2009 | 18:42
Die Abschaffung des LI zu fordern kann wohl nicht ganz ernst genommen werden. In jedem Beruf ist es heutzutage wichtig sich fortzubilden, dieses gilt insbesondere für Lehrer. Der Ruf des LI ist hingegen berechtigtermaßen schlecht. Bis vor kurzen war gerade die Qualität der Fortbildungen und der Dozenten deutlich schlechter. Eine Evaloisation und eine Bewertung der Dozenten fand nur eingeschränkt statt. Aber es scheint sich zu bessern. Immer mehr hochmotovierte Dozenten unterrichten dort. Allerdings sollte darüber nachgedacht werden, ob der Umfang der Fortbildung dem tatsächlichen Bedarf bei der Lehrerschaft entspricht, oder ob nicht ein wenig reduziert werden kann.
Darüber hinaus sollte die Behörde lieber mehr Basismaterial für die Erabeitung von Wochenplänen, Themenkisten, Sprachkalender oder Lerhwerkstätten zur Verfügung stellen, damit nicht jeder Lehrer bzw. Lehrerschaft "das Rad jedesmal wieder neu erfinden muss", sondern das Material nur an die eigenen Bedürfnisse angleichen müsste. Dieses würde ungemein viel Arbeitzeit bei der Lehrerschaft einsparen (die in der Faktorisierung eh nicht erfasst ist) und wieder etwas von dem Druck nehmen, der auf den Lehrern ruht, damit sie sich wieder mehr auf den Unterricht selbst konzentriern können.
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