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Subventionsabbau für Oper & Co

Michael am 22.06.2009 | 11:06
Abbau von Subventionen für Spass und Fun-Aktivitäten, die besser die Teilnehmer über Gebühren finanzieren sollten, zB. Staatsoper, Strassenfeste, Polizeieinsätze bei Sportveranstaltungen, Cityfeste wie am 21.6,

Es soll derjenige bezahlen, dr diese Aktivitäten nutzt und nicht die Mehrheit der Steuerzahler, die dort garnicht hingehen




vorhandene Antworten
chaoshacker am 25.06.2009 | 01:32
Da stimme ich gerne zu! Nur was die Polizeieinsätze angeht bin ich unschlüssig. Hat man nicht überall ein gewisses Recht auf Sicherheit? Und wenn sich solche Veranstaltungen (die ja zum Wohle der Bürger stattfinden) schon selber finanzieren sollen, dann sollte man Ihnen dafür jedenfalls eine günstige Vorraussetzung schaffen. Dazu gehört dann auch der Einsatz der Polizei. Und solange es Veranstaltungen sind die überwiegend friedlich ablaufen, ist dies wohl auch akzeptabel.
Betty Monaco am 25.06.2009 | 15:45
Ökonomen sollte bekannt sein, dass Sicherheit ein Kollektivgut ist: Man kann niemanden von dessen "Nutzung" ausschließen, auch wenn einige die Kosten dafür nicht tragen.
Man stelle sich vor, Polizeieinsätze auf Demos würden erst dann stattfinden, wenn alle Demonstranten auch dafür bezahlt haben. Eigentlich eine schöne Vorstellung: Dann würde eben ohne Polizeiaufgebot das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wahrgenommen werden.
Die Frage kann doch nur sein: Wie viel Polizeieinsatz will sich die Gemeinschaft leisten? Und nicht: Wollen wir uns überhaupt einen Polizeieinsatz leisten? In anderen Worten: Will man eine Demonstration von Ordnungsmacht wie zu Schill-Zeiten oder reicht auch eine Minimierung des Sicherheitsrisikos auf Demos?
Ella am 25.06.2009 | 15:51
Wenn die Staatsoper oder die Theater nicht mehr subventioniert würden, sähe die Kultur in Hamburg bald ärmer aus. Solche Einrichtungen würde ich nicht zu den Spass- oder Fun-Aktivitäten rechnen. Man könnte aber überlegen, ob Privatsammler unbedingt teure Ausstellungshäuser bekommen müssen, wenn sie die Gestaltung ihrer Eintrittspreise offensichtlich selbst gestalten können...

Was den Polizeieinsatz angeht: Könnten das nicht kostengünstigere (?) Wachgesellschaften übernehmen?
chaoshacker am 25.06.2009 | 21:08
@Ella
Wenn das Geld aber einfach nicht da ist, dann sollte man überlegen was wichtiger ist: Kindergartenplätze, damit die Eltern arbeiten können und nicht den Sozialeinrichtungen auf der Tasche liegen, oder Theater wo eine Minderheit (die zum Teil sehr gute Einkommen hat) ihre Freizeitgestaltung auslebt.
Man kann ja überlegen wie man bezahlbare Theaterbesuche für Bürger mit geringerem Budget ermöglicht, aber man muss bestimmt nicht diese große Vielzahl von Theatern und weiteren Kultureinrichtungen teuer subventionieren.
Was die Wachgesellschaften angeht: bei Konzerten oder Sportveranstaltungen werden bereits Wachgesellschaften eingesetzt, aber die haben nur bis zur Grundstücksgrenze was zu sagen. Ab dort ist dann die Polizei wieder zuständig.
Betty Monaco am 25.06.2009 | 21:34
Private Wachgesellschaften müssen nicht billiger sein als die Polizei. Außerdem galt die Monopolisierung von Gewalt (bzw. eines legitimen Gewaltpotenzials) in der Hand des Staates einmal als zivilisatorischer Fortschritt. Zurück zu Söldner- und Schlägertrupps in der Hoffnung, dass sich über den Markt schon alles einkaufen lässt?
MSchweitzer am 29.06.2009 | 13:28
Die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen und auch für die Arbeit der Straßenreinigung wird zum weit überwiegenden Teil schon heute von den Veranstaltern übernommen. Nur in Ausnahmefällen wird der Steuerzahler belastet.
HWK am 02.07.2009 | 15:54
Die Mittel für Kultureinrichtungen zu kürzen, wäre der falsche Weg. Gerade in Zeiten der Krise brauchen wir eine gut ausgestattete Kultur.
Gerade die Theater haben in der Vergangenheit die Raffke-Mentalität mancher Wirtschaftsleute angesprochen und kritisiert. Und jetzt sollen sie dafür bezahlen?
chaoshacker am 02.07.2009 | 19:47
Das von HWK angebrachte Argument, daß man gerade in Krisenzeiten eine gut ausgestattete Kultur braucht verstehe ich nicht. Inwiefern hilft sie die Krise zu bewältigen?
Es ist ja nett wenn die Theater die "Raffke-Mentalität mancher Wirtschaftsleute" angesprechen, aber wenn die Leute entweder nicht ins Theater gehen oder bereit sind den tatsächlichen Preis dafür zu bezahlen, dann besteht immer noch die Möglichkeit, sich darüber in anderen Medien zu informieren.
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