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Straßenbau sparen, City-Maut einführen.

ZaphodB am 19.06.2009 | 12:40
Die Mittel für den Straßenbau werden um 20%, innerhalb des Rings 2 um 50% abgesenkt. Die Hälfte des Geldes geht in Radwege, die andere Hälfte in die Schuldentilgung. Parallel wird eine City-Maut eingeführt. Die Einnahmen fließen in die Bildung.

Innerhalb des Ringes 2 braucht keiner und keine ein Auto. Am Straßenbau kann also richtig gespart werden.




vorhandene Antworten
pleo am 19.06.2009 | 13:37
- und was kostet die Erhebung von City-Maut?
Wie viele Käufer aus dem Umland/den Randbezirken kommen dann nicht mehr um in Hamburg Umsatz zu machen/einzukaufen?
Wie viele Geschäfte gehen daraufhin dann pleite?
Was ist mit Schadenersatzforderungen von Verkehrsteilnehmern wegen Schäden, die durch schlechten Strassenzustand hervorgerufen werden?
Farmsener am 19.06.2009 | 16:07
Ideologischer Unfug!
Hamburg braucht keine City Maut. Wer es gerne ruhig und grün hat, kann in die Walddörfer oder ins Umland ziehen. Hamburg ist halt eine Großstadt, in der es auch Straßenverkehr gibt.
Die Luftverschmutzung ist in HH aufgrund der geografischen Lage eh viel geringer als in anderen Städten.
Das keiner ein Auto brauch ist genauso absurd.
Jedem das seine, aber mit solch einem Humbuk kommt man nicht weiter.
Eine Steigerung der Attraktivität des ÖPNV ist gut und bewegt den ein oder anderen zum Umsteigen.
Gerda am 19.06.2009 | 16:28
Farmsener hat völlig Recht! Ideologischer Unfug!
Gwynneth am 21.06.2009 | 16:30
Die Straßen sind jetzt schon marode. Schlaglöcher an Schlaglöcher.
Sparen kann man die Kreisverkehre in Wohngebieten mit Tempo 30 Zone.
ZaphodB am 22.06.2009 | 14:30
Was ist ideologisch an einem Konzept, dass in Weltstädten wie London oder Stockholm prblemlos funktioniert? Einkaufen - siehe letzten Sonntag, so das 500.000 Leute geschafft haben - kann man auch ohne Auto. Und man kann es auch drehen: wer Auto fahren will, soll gern nach PI, SE und OD ziehen, nach Hamburg geht es dann per P R und ÖPNV.
Städte sind für Menschen, nicht für Autos.
Farmsener am 22.06.2009 | 14:39
Ideologisch an dem Konzept ist, dass es, so wie der Name schon sagt, von der Ideologie stammt, in den Städten leben zu können, wie auf dem Lande. Mn wünscht sich nur Fahrradfahrer und Fußgänger, schöne grüne Bäume und überall wildlebende Tiere...
Vergessen wird dabei allerdings, dass die Städte mit ihren dort ansässigen Firmen die größten Arbeitgeber sind und auch beliefert werden müssen. Wenn ich bei saturn oä einen Fernseher kaufe (ich weiß, das ist ein großer böser Kapitalist), dann kann ich den nicht mit der Bahn nach Hause fahren.
Warum sollte innerhalb des Ring 2 keiner ein Auto brauchen? Nur weil eine kleine Minderheit für sich entschieden hat, ohne Auto besser zu leben, kann man seinen Willen nicht den anderen Menschen dort aufzwingen, auch wenn eine kleine Gruppe von egoistischen Weltverbesserern das gerne möchte.
Spitalerstraße, Mö, Gänsemarkt, sind Autofrei. Das reicht.
ZaphodB am 22.06.2009 | 14:45
Ich habe mir meinen Fernseher einfach mal schicken lassen ;-)
Und mal ehrlich: wir haben doch unsere Städte nicht dafür gekauft, damit Leute mit dem SUV vorfahren und Flachbildschirme einladen können. Alle alten Innenstäste Italiens (das ist das Land, das die europäische Stadt sozusagen erfunden hat ;-) sind autofrei, mit wenigen Ausnahmen nur für Anwohner, Carabinieri und derzeit noch Berlusconi. Zufall?
ut am 22.06.2009 | 16:41
Zaphod hat recht, wenn er den Individualverkehr aus der Innenstadt raus haben will: in einem anderen Beitrag hab ich es schon erwähnt, Maut und Umeltplaketten sind aber keine Lösung, dafür mehr Fußgängerzonen! Die ewigen Bedenkenträger, die um die Umsätze des Einzelhandels fürchten, sollten sich mal in anderen eurpäischen Städten umsehen, die solche ausgedehnten Fußgängerzonen haben (z.B: München oder Kopenhagen) Da ist es mindestens so voll wie in Hamburg, wenn nicht noch voller! Die wenigen Fußkranken, die es dann nicht mehr in die City schaffen, werden durch Bürger, die in Ruhe und angenehmer Atmosphäre einkaufen wollen, locker ersetzt! Und das Argument, man solle doch in das grüne Umland ziehen, ist ganz schlecht. Das bedeutet nämlich, die ohnhin viel zu hohe Zersiedlung voranzutreiben und die grünen Aussenbezirke zuzubetonieren. Da gibt es immer so nette Werbung: "wohnen im Grünen", fallen auch genug Leute drauf rein, dann kommen die Baumaschinen, und dann war"s das, mit dem "wohnen im Grünen".
veddel am 22.06.2009 | 17:12
Am Straßenbau wurde schon zu viel gespart.
Eine rechtzeitige Instandsetzung kleiner Schäden spart später große Maßnahmen. Aber dafür ist weder Personal noch Geld da. Also reißt die Fläche auf, Wasser dringt ein und der Frost zerstört den Rest grundlegend.
Und zu den Radwegen :
Wenn man dort etwas Schottertragschicht darunter einbauen würde, würden sie doppelt so lange halten und nicht nach 3-5 Jahren schon wieder zu Hoppelpisten.

Wo bleibt denn das Geld ?
Mit dem Geld für die sog. "Schlauampeln etc." (ca. 4-5 Mill) hätte man Unmengen Straßen, Geh- und Radwege sanieren können. Dafür wird jetzt u.a. am Gänsemarkt das Herunter-Zählen geübt.
Farmsener am 23.06.2009 | 09:51
Wenn es um die direkte Innenstadt geht, könnte ich mich mit einer größeren Fußgängerzone abfinden, aber so macher "Experte" will die Grenze für eine Maut am Ring 2 ziehen und somit eine Mauer quer durch die Stadt ziehen.
Zumal bei einer Maut die Menschen mit etwas mehr Geld auch weiterhin in die Stadt einfahren werden, so kann es auch nicht richtig sein.
Durch die Einrichtung einer größeren Fußgängerzone würde sich aber wohl nicht besonders viel Geld einsparen lassen. Es ist also eher ein Thema zur Stadtentwicklung als zum Thema Einsparungen/Finanzen.
Übrigens müsste auch bei einer Maut die Straße in Ordnung sein, denn wer schon Maut zahlt, der will auch auf einer vernünftigen Fahrbahn fahren. Zumal Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte, Taxen, Busse, Anlieferverkehr usw auch weiterhin die Straßen brauchen.
Somit ist die Aussage: Am Straßenbau kann richtig gespart werden nicht haltbar.
ZaphodB am 23.06.2009 | 11:36
Es ist schon so: wenn auf den Straßen weniger gefahren wird, muss man auch weniger Straßenbau betreiben. Natürlich geht das alles nur schrittweise (aber immerhin, auch der Farmsener würde inzwischen mehr Fußgängerzonen mitmachen, danke!). Ich gabe allerdings zu: es ist auch für mich vorrangig ein Stadtentwicklungs- und weniger ein Sparprojekt. Obwohl: wenn man Fahrradwege einfach auf der Straße abmarkiert (Vorbild Richardstraße oder Hochallee), dann werden Bau und Unterhaltung automatisch billiger und der Komfort für Fußgänger und Radfahrer deutlich höher. Manches ist also ganz einfach!
chaoshacker am 24.06.2009 | 00:28
Ich schließe mich auch der Meinung von Farmsener an. Manche versuchen aus der Innenstadt einer Großstadt ein Dorf zu machen. Das funktioniert nicht! Und: wer damit argumentiert, daß Städte für Menschen und nicht für Menschen mit Autos da sind, der vergisst, daß die Autos bereits in der Innenstadt waren, bevor er persönlisch beschlossen hat in der Innenstadt zu leben. Wem die Autos in der Innenstadt nicht gefallen, kann ja auf ruhigere gegenden ausweichen. Wofür MUSS man in die Innenstadt und kann dann nicht die Autos akzeptieren?
Man sollte eine Lösung für ein Miteinander suchen und niemanden einfach ausschließen.
ZaphodB am 26.06.2009 | 15:51
Historische Bildung ist nicht so verbreitet: Wer ernsthaft behauptet, Autos seien vor den Menschen in den Innenstädten gewesen, der ist auf einem Rücksitz gezeugt worden und hat seitdem nicht dazugelernt ;-)
Obwohl: auf Rücksitzen finden solche Dinge eher in ländlichen Gegenden statt. Dort ist genug Platz für Autos, in der Innenstadt aber nicht.
"Miteinander" ist sehr schön, wenn sich alle auf Augenhöhe begegnen. Ein "Miteinander", wo der eine im Kinderwagen und der andere im stinkenden 30-Liter-auf-100km-SUV sitzt, ist dagegen keines.
Steuerzahler am 26.06.2009 | 16:01
Ich finde das mit der City-Maut eine gute Idee. Beton ist nicht die Zukunft, Bildung schon. Und als Mutter dreier Kinder mag ich auch keine "Chelsea Tractors", sondern eine Innenstadt, in der man genießen, flanieren und sich bewegen kann. Ohne Krach, ohne Gestank, ohne Angst, überfahren zu werden.
chaoshacker am 26.06.2009 | 19:33
Was die City-Maut angeht, habe ich irgendwie die Befürchtung, daß dies mit einem System umgesetzt werden würde, das in die Privatsphäre der Bürger eingreift und eine räumliche Überwachung der Bürger unterstützt. Um die korrekte Abrechnung nachzuweisen, würden sicherlich Fotos der Fahrzeuge gemacht. Damit wird schon mal erfasst wann und wie lange ein bestimmtes Fahrzeug in der hamburger City war. Evtl. sind auf dem Foto auch noch die Insassen zu erkennen. Wenn man bedenkt, daß über die Vorratsdatenspeicherung momentan beim Bundesverfassungsgericht diskutiert wird und sich sehr viele Bürger wegen Google Street View besorgt fühlen, dann sollte man diesen Punkt bei der Diskussion über City-Maut auch nicht aus dem Auge verlieren. Früher oder später wird evtl. auch noch eine Autobahn-Maut für Autos eingeführt - dann wird das Bewegungsprofil nochmal erweitert.
Farmsener am 27.06.2009 | 15:15
Glücklicherweise sehen es die Verantwortlichen in der Stadtentwicklungsbehörde mittlerweile auch anders. Selbst Angehörige der GAL sind von dem Projekt nicht mehr so überzeugt.
Das es tatsächlich keine City Maut geben würde, war mir eigentlich von Anfang an klar.
Wie sollte man auch den gesamten Verkehr in die City mit Mautstellen dichtmachen? Kleinere Straßen komplett sperren? Hamburg zu einem Berlin während des kalten Krieges machen?
Wie hieß es gestern so schön im Abendblatt? Je mehr man sich mit der Einführung einer Umweltzone beschäftigt, je eher kommt man zu dem Entschluss, dass das nichts bringt.
Wenn die Umweltzone schon scheitert, warum sollte dann eine City Maut Erfolg versprechen?
Das letzte Statement von ZaphodB zeigt nur das wahre Gesicht der Befürworter. Selbst in der Stadt leben, dafür nur das Beste mit kleinen Mieten, Autofrei (man hat ja alles vor der Tür) der Rest der Bevölkerung ist mir doch scheißegal. Das ganze verpacken wir schön in ein "Gutmenschen" Thema und schon wird es cool!
Tatsache ist doch, dass es sich dabei um nichts anderes als egoistische Grunddenken handelt, weil man selbst nicht gestört werden will.
Was ist denn mit den Bewohner anderer Stadtteile? Die haben vielleicht auch keinen Bock auf stinkende lärmende LKW? Warum sollen die dort fahren dürfen und nicht in der Stadt?
Sollen dann alle Auswärtigen in anderen Stadtteilen parken, die Straßen verstopfen und mit der Bahn in die schöne grüne Umweltzone einfahren, damit es ZaphodB und ein paar andere ein bisschen Muggeligger haben? Hört sich irgendwie blöd an, oder? Vielleicht einfach mal drüber nachdenken und das ewige "Hauptsache ICH" nicht in den Vordergrund rücken!
Mit historischer Bilodung hat das auch nicht viel zu tun, denn früher gab es nur Pferdewagen. Oder Scientologe, die glauben ja, dass es früher mal Raumschiffe gab, die dann alle in einen Vulkan geworfen wurden, ob es für die eine Citymaut gab, weiss ich natürlich nicht... ;-)
Farmsener am 27.06.2009 | 15:23
Aus ZaphodB spricht der reine Egoismus, verpackt in ein bisschen "Gutmensch".
Mit welchem Recht sollten die Bewohner der Innenstädte frei von Autoverkehr aufwachsen, die Bewohner anderer Stadtteile aber dürfen die volle Qualität von LKW Diesel genießen? Dazu werden diese Stadtteile noch von weiteren PKW belastet, die in die Stadt wollen und den ganzen Ort zuparken, weil es in die schöne geteilte Stadt nur noch mit der Bahn weitergeht?
Selbst die Umweltzone steht auf der Kippe, da selbst GAL Politiker dies mittlerweile für unsinn halten.
Historische Bildung? Nur der hat ein Recht in die Innenstadt zu kommen, der vorher schon da war?
Also, bevor du geboren wurdest war bestimmt auch schon ein Auto in der City...
Oh Gott, was für ein Niveau!

@Steuerzahler: Schönes Statement aus dem Programm der Grünen! Dazu ein kleiner Buchtipp: "Volksrepublik Deutschland", gibts in jedem Buchhandel!
Moderator am 27.06.2009 | 15:28
Liebe Teilnehmende,
ich möchte Sie bei dieser Gelegenheit bitten, sich auf die Argumentation zu konzentrieren und von gegenseitigen, persönlichen Angriffen abzusehen. Im Sinne einer konstruktiven Gesprächsatmosphäre bitte ich Sie, bei allem persönlichen Engagement dennoch sachlich zu bleiben.
Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)
ZaphodB am 28.06.2009 | 00:12
Dem (Moderatorin) kann ich mich nur anschließen. Wer - wie Farmsener - augenscheinlich keine Argumente mehr hat, greift gern mal zur verbalen Keule gegen "Gutmenschen". Ich darf Sie übrigens beruhigen: mit ein paar Unterbrechungen über 40 Jahre wohne ich in Hamm, also außerhalb des Ringes 2. Und: ich finde es ziemlich cool und umweltfreundlich, mit Bus, Bahn und Fahrrad in die Stadt zu fahren. Was bitte hat das mit Egoismus zu tun? Auch Menschen wie Sie können sich sicherlich eine Jahreskarte leisten ...
Und alle "Auswärtigen" können doch gern die schönen P R-Plätze benutzen und mit der Bahn in die Stadt fahren. Das ist stressfreier und gesünder. Wenn dabei eine Citys-Maut hilft, ist sie eine tolle Idee.
Farmsener am 28.06.2009 | 13:17
Richtig, libe Moderatorin!
Das Thema war eigentlich schon abgeschlossen, nachdem wir festgestellt hatten, dass es sich um ein Stadtentwicklungsthema handelt und nicht um Einsparungen.
Ich denke, jeder hat seine Meinung dazu kund getan, alles weitere wird die dafür zuständige Regierungsstelle entscheiden.
Farmsener am 29.06.2009 | 12:58
Eigentlich wollte ich zum Thema ja nichts mehr schreiben, aber dennoch eine kleine Anmerkung, wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen schmeißen, oder wie war das noch auf dem Rücksitz...? ;-)
Klar habe ich auch Geld für eine Jahreskarte, aber warum? Wenn ich mit der Bahn fahre, was ich doch ab und an man tue, kaufe ich mir eine Karte mit dem Handyticket.
Ansonsten fahre ich lieber mit dem Auto, weil ich als Schichtdienstler keine Lust habe, nach dem Nachtdienst auf Bahnen zu warten, die dann noch länger brauchen als das Auto und besonders am Wochenende mit betrunkenem Partyvolk gefüllt sind.
Daher sage ich, jedem das seine.
Ich glaube ich bin nicht der Einzige, dem es so ergeht.
Wenn sich jemand in der Bahn stressfreier und gesünder fühlt, der soll sie doch bitte benutzen, ich nutze sie halt zu privaten Zwecken. Man muss vielleicht nicht immer alles durch Gesetze und Verordnungen regeln...

@ Moderatorin: Was mich hier nervt ist, dass es zu Teil sehr lange dauert, bis Antworten vom Server angezeigt werden. So kommen dann doppelte Statements zu Stande.
Moderator am 29.06.2009 | 15:21
Hallo Farmsener,
dass Sie die Beiträge nicht immer sofort sehen, könnte daran liegen, dass die Moderatoren die Beiträge am Wochenende in unregelmäßigen Abständen freischalten.

In der Woche dagegen sind die Beiträge zwischen 9 und 21 Uhr immer sofort zu sehen. Die in der Nacht geschriebenen Beiträge werden jeweils morgens um 9 Uhr freigeschaltet.

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)
Lamy am 30.06.2009 | 17:36
Um zum Thema zurückzukommen: Die Straßen in Hamburg sind sehr marode. Hamburg spart schon lange extrem am Straßenbau, was dazu führte, dass sehr viele Straßenbaufirmen inzwischen nicht mehr existieren mit entsprechendem Verlust an Arbeitsplätzen. Dabei ist allgemein bekannt, dass rechtzeitige Straßenreparatur relativ kostengünstig ist. Wird das unterlassen ist später eine vielfach teurere Grundsanierung nötig (aber bis dahin ist eine andere Regierung dran). Schlechte Straßen sind aber nicht nur ärgerlich für den privaten PKW-Verkehr, sondern auch für den Busverkehr und sogar richtig gefährlich für Radfahrer. Sollte ein Fussgänger oder Radfahrer aufgrund schlechter Wege verletzt werden, so muss die Stadt Schadensersatz leisten. Außerdem ist das Straßennetz auch ein wichtiger Faktor im Tourismus und auch für die Industrie. Wenn ich im Straßenbau spare, dann werde ich so sicher auch viele Einnahmen vernichten.

Wenn ich Autos aus der Innenstadt vertreiben will, dann sollte ich bedenken, dass ich damit auch Familien vertreibe. Gerade für Familien ist ein Auto oftmals schon fast ein notwendiges Hilfsmittel. Man stelle sich nur eine Mutter mit 3 Kleinkindern vor, die den Familieneinkauf machen will.
ZaphodB am 03.07.2009 | 08:58
Gerade für Familien ist es deutlich stresfreier, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in dei Stadt zu fahren. Mit drei Kindern im Parkhaus - na danke! Ich gebe aber zu: natürlich liebt man das, was man gewohnt ist. Und zu viele Menschen sind mit ihrem Auto sozusagen fest verwachsen. Dass das angesichts Klimawandel und Landschaftsversiegelung so nicht weitergehen kann, müsste aber eigentlich langsam klar werden. Und: in der Stadtentwicklungszunft ist inzwischen nahezu unumstritten, dass Autos in den Innenstädten (mal abgesehen vom Lieferverkehr) nichts verloren haben. Sogar amerikanische Republikaner wie Bloomberg in New York sind jetzt soweit und sperren aus Umwelt- wie Kostengründen den Times Square. Hamburg als Weltstadt sollte dahinter nicht zurückfallen.
Steuerzahler am 03.07.2009 | 09:40
Das Thema City-Maut ist durchaus ein Finanzthema: die Kosten des Autoverkehrs (für die Gesundheit unserer Kinder z.B.) sind erheblich. Wenn man Autoabgase so behandelt wie Zigerettenrauch (und das muss man, denn sie haben ihre höchste Konzeptration in der Stadt auf der Höhe von Kinderköpfen und Kinderwagen!), dann spart man an den Kosten für Atemwegserkrankungen ziemlich viel.
Und warum soll "Farmsener", wenn er unbedingt mit dem Auto in die Stadt fahren muss, nicht zu den Kosten der Bildung meiner drei Kinder beitragen? Also: City-Maut für Bildung ist eine gute Idee!
Farmsener am 03.07.2009 | 12:48
@Steuerzahler: Wenn Ihnen die Bildung ihrer Kinder so am Herzen liegt, warum zahlen Sie dann nicht einfach selbst mehr dafür? Man kann doch nicht immer erwarten, dass andere Leute einen selbst finanzieren.
Hamburg mit der Verkehrsdichte von New York zu vergleichen ist vielleicht ein wenig weit hergeholt. Zumal in HH die geografische Lage die hier beschriebene Feinstaubbelastung gar nicht aufkommen lässt. Selbst die verantwortlichen Politiker in HH rücken sogar von der Umweltzone wider ab, da hier keine Verbesserungen erreicht werden dürfte.
Außerdem kann ich bei allem guten für die Umwelt nicht erkennen, warum nur die Bürger in der City davor geschützt werden sollten. Wenn man schon ein solch ausgeprägtes Umweltbewusstsein entwickelt und allen Menschen in der Stadt gutes tun möchte (ob sie denn wollen oder nicht) muss man die Maut auf ganz HH ausweiten. Die Belastungen betreffen genauso Stadtteile wie Jenfeld, Stellingen oder Hamm mit ihren großen Straßen und dem hohen LKW aufkommen, mehr noch als die Innenstadt selbst!
Was soll außerdem mit den Menschen in der City Maut Zone werden? Die müssen eine Innenstadtsteuer zahlen?
Die Autofahrer zahlen schon mehr als genug und mit den Kosten ab weinigsten für den Straßenbau selbst.
KFZ Steuer, Versicherungssteuer, Anmeldegebühren, TÜV/AU Gebühren, Benzin (mit Mineralölsteuer, Ökosteuer und Mehrwertsteuer). Die Erträge werden ua für die Senkung Lohnnebenkosten eingesetzt.
Und liebe Steuerzahlerin, wenn ihnen die Gesundheit Ihrer Kinder so bedroht scheint, ist es doch höchst fraglich, weshalb Sie sie dann der gefährlichen Stadt aussetzen und gegen eine Gebühr von Autofahrer, dies auch in Zukunft tolerieren. Höchst fragliche Argumentation...!?
schuby am 03.07.2009 | 13:41
Sie fliegen aber bestimmt mit dem Flugzeug in Urlaub, dafür können 2000 Pkw ein Jahr lang fahren und produzieren immer noch weniger Abgase! Soviel zur Umwelt. Citymaut Ok, nur in Deutschland immer mit großen Investitionskosten verbunden. Siehe LKW-Maut.
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