Wo soll gespart, wo Geld ausgegeben werden? Reden Sie mit!
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Zusammenfassung vom 01.07.09

Moderator am 01.07.2009 | 21:00
Liebe Teilnehmende,
der heutige Mittwoch wurde thematisch von der Diskussion um die Einführung der Primarschule und weiterer Bildungsthemen dominiert.

Bildung
Auch heute wurde wieder bekräftigt, dass die Einführung der Primarschule - ohne gleichzeitige Behebung der allgemeinen Missstände (zu große Klassen, zu wenig gut ausgebildetes Lehrpersonal udn schlechte Ausstattung) - nach Meinung einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur Geld kostet und nicht wie bspw. in Finnland zu besseren Ergebnissen führen wird. Zumal dafür neue Räumlichkeiten geschaffen werden müssen und die Projektgruppe, die das Konzept erarbeitet - "11 hochdotierte Beamte neben dem BSB-Apparat, (...) Einsparpotential: weit über 500.000,-€" - zusätzliches Geld kostet, was nach Ansicht eines Teilnehmers besser in die Qualitätsentwicklung des Unterrichts investiert werden sollte. Ein NUtzer weist darauf hin, dass in den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland die Einraum-Dorfschulen (9 Jahre gemeinsam lernen) wegen schlechter Bildungsergebnisse abgeschafft wurden.
Um den in Hamburg so deutlichen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulabschluß aufzubrechen, so ein Teilnehmer, sollte die Investitionen besser in konsquente Kleinkindförderung, Sprachförderung, kostenlose Kitas ab 2 J., Ganztagesschulen und Bildungshäuser gehen.  Link

Darüber hinaus wurde die Quotenregelung für das Gymnasium und reduzierte Einflussnahme der Eltern kritisiert sowie die unterschiedliche Bewertung der schulischen Leistungen in den Bundesländern. Es wird daher gefragt, ob die Bildung nicht vielleicht an die Bundesebene abgegebenwerden sollte.  Link

Des Weiteren wird vorgeschlagen, die Gymnasien effektiver zu entwickeln, indem ein zu erreichender durchschnittlicher Lernzuwachs vereinbart oder vorgegebenwird. Bei Zielerreichung bekommt die Lehrkraft einen Bonus, wird er nicht erreicht, gibt es einen Abschlag. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, den Unterricht effektiver zu gestalten. Das Instrumentarium, um Lernzuwachs zu messen, seien in den vergangenen Jahren hinlänglich entwickelt worden. Link

In Bezug auf die Forderung nach der Abschaffung des LIs wird angemerkt, dass Lehrerfortbildung wichtig sei und sich die Zustände und die Dozenten am LI in der letzten Zeit erheblich verbessert hätten. Es sollte jedoch darüber nachgedacht werden, ob der Umfang der Fortbildung dem tatsächlichen Bedarf bei der Lehrerschaft entspricht, oder ob nicht ein wenig reduziert werden kann.
Darüber hinaus sollte die Behörde mehr Basismaterial für die Erabeitung von Wochenplänen, Themenkisten, Sprachkalender oder Lehrwerkstätten zur Verfügung stellen, damit nicht jeder Lehrer bzw. Lehrerschaft "das Rad jedesmal wieder neu erfinden muss", sondern das Material nur an die eigenen Bedürfnisse angleichen müsste. Dieses würde viel Arbeitzeit und Druck bei der Lehrerschaft einsparen.  Link

Verkehr
In Bezug auf die Verkehrsplanung wird vorgeschlagen, Kreisel in Wohngebieten mit Tempo 30 und geringem Verkehrsaufkommen einzusparen. Dort sei oft so wenig Platz, dass die Kreisel nur angedeutet gebaut werden, damit größere Fahrzeuge überhaupt passieren können. Hier wird gemutmaßt, dass es solche Projekte entstehen, da die Behörden ihre Gelder unbedingt verbrauchen müssen, damit es ihnen nicht im nächsten Jahr gekürzt wird.  Link

Offenere Verwaltungsstrukturen
Unter Nennung der Niederlade als Vorbild wird dafür plädiert, in der Verwaltung die Verantwortlichkeiten und Entscheidungsbefugnisse anders und auch auf Mitarbeiter unterer Hierarchieebenen - zu verteilen, um die Abläufe zu beschleunigen und Geld zu sparen. Dazu gehöre jedoch auch, die Verantwortung für diese Entscheidungen zu übernehmen.  Link

Vermögenssteuer
Der Vorschlag Vermögenssteuer zum Abbau von Staatsschulden wird heute kritisiert mit dem Hinweis, "wir haben kein echtes Einnahmenproblem (von einigen ziemlich großen Steuerschlupflöchern mal abgesehen), sondern ein strukturelles Ausgabenproblem". Es gäbe zuviel "Mitnahmeeffekte" durch Leute, die es nicht nötig hätten, diese staatlichen UNterstützungen zu nutzen.
Warum brauche sowohl ein z.B. ein Hartz IV Empfänger, aber auch der Millionär z.B. die Abwrackprämie.  Link

Kultur
Bei der kulturellen Förderung sollte nach Ansicht eines Nutzers die langjährigen Betriebskostern stärker berücksichtigt und eingeplant werden, damit nicht am Ende stets der Steuerzahler einspringen müsse. Daher müssten sich die Einrichtungen besser vermarkten und betriebswirtschaftlicher handeln.  Link

Für heute verabschiedet sich die Moderation. Morgen ab 9 Uhr sind wir wieder da und werden alle in der Zwischenzeit geschriebenen Beiträge freischalten.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!
Birgit Hohberg (Moderation)





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