Wo soll gespart, wo Geld ausgegeben werden? Reden Sie mit!
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Zusammenfassung vom 24.06.09

Moderator am 24.06.2009 | 20:58
Liebe Teilnehmende,
am heutigen Mittwoch haben zwei Themen die Diskussionen beherrscht, einerseits kulturelle Angebote und ihre Förderung und andererseits Verkehr und damit zusammenhängend Umweltschutzmaßnahmen.

Kultur

So wird hier zum einen argumentiert, dass Hamburg bundesweit anerkannte Hochschulen und Ausbildungsstätten für Kunst, Musik und Schauspiel hätte, die Studenten Hamburg jedoch direkt nach der Ausbildung verließen, da es hier beispielsweise an kostengünstigen Ateliers und unterstützenden Förderprogrammen mangele. Hier sei Abhilfe gefordert.  Link

Ein weiteres Beispiel mangelnder finanzieller Unterstützung seien die Deichtorhallen, als der größte und schönste Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst und Photographie in der Republik. Hier seien die Mittel inzwischen so knapp geworden, dass in der Nordhalle nur noch 2 Ausstellungen pro Jahr stattfinden können.  Link

Dies meint auch ein anderer Teilnehmer, indem er darauf hinweist, dass Hamburg auch vom Tourismus lebe und daher auch etwas für die Lebensqualität im Amüsierbereich bieten müsse, wie zum Beispiel eine Attraktion wie die Elbphilharmonie, die darüber hinaus auch mit vielen Spendengeldern gebaut würde. Sie schaffe nicht nur Arbeitsplätze, sondern spült langfristig über viele Wege auch Geld in die Stadtkasse.
Andere wünschen sich eine vernünftige Bestandsaufnahme vorhandener Hamburger Kultureinrichtungen und deren Sanierung. Kritisch gesehen wird die Konzentration der Mittel und Energien auf die Hafencity, während eine Umverteilung in Erhalt und Ausbau der kleinen kulturellen Einrichtungen wünschenswert sei. Es wird die Umverteilung der Mittel und vor allem eine Mitbestimmung darüber gefordert.  Link

Umweltzonen / Verkehr

Im zweiten Themenblock wird der Nutzen von Umweltzonen — mit Hinweis auf die Berliner und Mainzer Erfahrungen — angezweifelt — zumal Hamburg aufgrund des Luftzugs hier einen Vorteil hätte. Auch das Anwohnerparksystem wird kritisiert, da so kaum Parkraum für Auswärtige Besucher zur Verfügung stünde — außer, wenn in der Nähe einer solchen Zone also entweder Straßen seien, wo jeder parken darf, oder mit Parkscheibe vielleicht 2-3 Stunden kostenlos geparkt werden dürfe. Stattdessen ein großes, modernes Parkhaus mit gerechten Preisen gebaut werden, dass zudem auf dem dach Wohnraum ermöglicht.

Auch die Sperrung von Teilen der Innenstadt führe nur zu mehr Ausgaben der öffentlichen Hand. Wichtiger wären pfiffige Lösungen zur Reduzierung insbes. des Gewerbeverkehrs durch die Innenstadt, der oftmals die Luft verpeste und durch in der „2. Reihe parken“ die Straßen verstopfe.  Link

Mehr Kontrollen dagegen verschaffen zwar mehr Arbeitsplätze, seien aber politisch nicht durchzusetzen, obwohl die Kontrollen der vorhandenen Beschränkungen / des Falschparkens auf den Radwegen zu lasch seien und die von der Auto-Lobby gesteuerten Bundesgesetze leider keine kostendeckenden Strafgebühren zu ließen.

Generell herrsche bereits heute in sehr vielen Bereichen akuter Personalmangel, da Stellen nicht nachbesetzt würden und die Arbeit auf die anderen abgewälzt werde. Dieser Zustand sei nicht in Einklang zu bringen mit der Forderung nach mehr Service und schnellerer Bearbeitung.  Link

Ideenmanagement / Vorschlagswesen

So schlägt ein Teilnehmen auch vor, ein zentrales Portal für Ideenmanagement/Vorschlagswesen einzurichten, in dem die Bürger konkrete Vorschläge zur Verbesserung verschiedener Zustände, zur Einsparung von Kosten oder zur Einnahme von Geldern eingeben können. Hierbei sollte es um ganz konkrete Punkte gehen, die sich überprüfbar als vorteilhaft erweisen können. Dies könnten gezielte Vorschläge zur Lichtung des Schilderwaldes oder zur Schaffung von Parkplätzen sein sowie Hinweise zur Vereinfachung von Formularen, zur Optimierung von Arbeitsprozessen oder zur Einsparung unnötiger Kosten. Dazu könnte eine (ganz) kleine Abteilung von Beamteneingerichtet werden, die sich ausschließlich damit beschäftigt, Vorschläge zu beurteilen, zu überprüfen, ggf. weitere Informationen einzuholen, die Vorschläge an die richtigen Stellen weiterzuleiten, die Bearbeitung ständig zu verfolgen und am Ende dem Vorschlaggeber eine Rückmeldung zu geben, was daraus geworden ist.  Link

Für heute verabschiedet sich die Moderation. Morgen ab 9 Uhr sind wir wieder da und werden alle in der Zwischenzeit geschriebenen Beiträge freischalten.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!
Birgit Hohberg (Moderation)





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