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Kultur stärker durch die Nutzer finanzieren?

Moderator am 16.06.2009 | 12:31
Liebe Teilnehmende,
im Begründungsforum wurde erörtert, ob kulturelle Einrichtungen stärker durch diejenigen finanziert werden sollen, die die Angebote tatsächlich nutzen.
Dem wird jedoch entgegengehalten, dass ein solches Vorgehen die Schwelle zur Teilhabe erhöht. Zum Beispiel müssten ansonsten auch Kinder wieder in den Museen bezahlen ("Vermutlich müßten sonst auch Kinder 8 Euro für das Völkerkundemuseum bezahlen. Ein hoher Preis, wenn man grad mal neugierig auf Indianer ist. Wer zum Beispiel 1600.- Euro brutto verdient, für den sind 8.- Euro viel Geld.").

Was sagen Sie dazu?
Wie kann Kultur finanzierbar und gleichzeitig attraktiv und zugänglich für alle sein?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)





vorhandene Antworten
rebussi am 16.06.2009 | 12:47
Soweit ich weiß ist doch der freie Eintritt für Kinder in die Hamburger Museen in den ersten Jahren von einem Hamburger Unternehmen gespendet worden - eine absolut lobenswerte Initiative. Vielleicht findet sich ein Unternehmen, dass diese sinnvoll angelegte Kosten für die nächsten Jahre übernimmt? siehe auch:  Link
chaoshacker am 19.06.2009 | 02:47
Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, meine ich, dass die Unterstützung der kulturellen Angebote in einem angemessenen Rahmen geschehen sollte. Dazu sollte man sich einfach ansehen, wie stark die einzelnen Angebote genutzt/angenommen werden. Was nicht genutzt wird, sollte auch nicht auf Krampf erhalten werden. Wenn ein Angebot einfach keine Interessenten hat oder gewissermaßen schlecht ist, dann sollte das Geld an andere, neue Projekte gehen.
Ich denke es muss in diesem und auch anderen Bereichen nicht immer nur darum gehen, ob man mehr oder weniger Geld zur Verfügung stellen will, sondern, dass man mit dem Geld was man hat mehr erreicht oder es anders verteilt.
veddel am 22.06.2009 | 14:21
Unter Kultur verstehen viele Leute vieles.
Eine Förderung über den Veranstalter, der alle Eintrittskarten praktisch gleich subventioniert, fördert auch wirtschaftlich starke Interessenten / Kunden.
Die Idee mit dem freien Eintritt für Kinder im Museum ist gut, aber eine Karte für König der Löwen (kommerziel / trotzdem Kultur ? ) ist z.B. teuer als manche Karte für klassische Kultur(Oper). Die kalkulatorischen Kosten der Elbphil.(Bau/Zins/Abschreibung/Betrieb)
werden wohl niemals eingespielt werden können.
Dort müssten die Karten immer mehrere Hundert Euro kosten. Dann kommt ausser ein paar Promis keiner mehr. Doch : Politiker mit Freikarten !

Bitte kostendeckende Preise nehmen und ein personengebundenes System reduzierter Karten entwickeln. Die gibt es dann im Sozialamt.
Ganz umsonst darf das dann aber auch nicht sein. Alle anderen zahlen dann >=200 Euro für die Oper und nicht mehr nur 45-70.
Und wenn keiner mehr kommt, ist das Programm oder die Organisation schlecht und die Bühne sollte eingestellt werden. Die Musicals machen es vor.
chaoshacker am 24.06.2009 | 01:06
@veddel
Du vergleichst das Musical "König der Löwen" mit der klassischen Kultur und schreibst, daß das Musical teurer ist. Dies liegt natürlich daran, daß die klassische Kultur mit viel Geld subventioniert wird, damit wenige Besucher diese günstig konsumieren können. Die Masse die ein anderes Interesse hat, muss unsubventionierte teure Eintrittskarten bezahlen. Wenn man diese Ungerechtigkeit beseitigt hat, stehen sicherlich auch mehr Gelder für die Kinder zur Verfügung.
Was die Elbphilharmonie angeht: man sollte dies nicht immer als Prestige-Projekt von Politikern für reiche Pfeffersäcke darstellen. Hamburg lebt auch vom Tourismus. Und Touristen kommen nicht nach Hamburg, weil wir viele Kindergartenplätze haben. Man muss also auch was für die Lebensqualität im Amüsierbereich bieten. Und man sollte auch nicht vergessen, daß die Elbphilharmonie auch mit vielen Spendengeldern gebaut wird. Und sie schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern spült langfristig über viele Wege auch Geld in die Stadtkasse - und dies kann dann wieder für Kindergartenplätze ausgegeben werden.
Moderator am 06.07.2009 | 12:00
Liebe Teilnehmende,

inwiefern kann Kultur finanzierbar und gleichzeitig attraktiv und zugänglich für alle sein?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)
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