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Ideenmanagement / Vorschlagswesen

chaoshacker am 24.06.2009 | 00:54
In den Foren hier werden immer wieder konkrete Vorschläge zur Verbesserung verschiedener Zustände, zur Einsparung von Kosten oder zur Einnahme von Geldern gemacht.
Warum nutzt man das Wissen seiner Bürger nicht gezielt kontinuierlich und richtet, wie viele Firmen es getan haben, ein Ideenmanagement/Vorschlagswesen ein?
Hierbei sollte es nicht darum gehen politische Ideologien "vorzuschlagen" oder die Entscheidung für eine bestimmte Position in einer politischen Diskussion "vorzuschlagen", sondern ganz konkrete Punkte die sich überprüfbar als vorteilhaft erweisen können. Dies könnten gezielte Vorschläge zur Lichtung des Schilderwaldes oder zur Schaffung von Parkplätzen sein. Dies könnten Hinweise zur Vereinfachung von Formularen, zur Optimierung von Arbeitsprozessen oder zur Einsparung unnötiger Kosten sein.
Sicherlich könnte man dies auch direkt der zuständigen Behörde oder seinem Lokalpolitiker melden, aber es wäre wahrscheinlich effektiver wenn es eine (ganz) kleine Abteilung von Beamten gibt, die sich ausschließlich damit beschäftigt, Vorschläge zu beurteilen, zu überprüfen, ggf. weitere Informationen einzuholen, die Vorschläge an die richtigen Stellen weiterzuleiten, die Bearbeitung ständig zu verfolgen und am Ende dem Vorschlaggeber eine Rückmeldung zu geben was daraus geworden ist.
Je nachdem um was sich der Vorschlag genau handelt, würde er so vielleicht nicht mal parteipolitisch zerrieben werden.
Warum gibt es für sowas noch kein zentrales Portal?





vorhandene Antworten
irgend_jemand am 24.06.2009 | 23:18
Da hat sich endlich mal jemand Gedanken gemacht. Ich finde die Idee super!!
Es würde bestimmt genug Leute geben, die gerne etwas eigene Energie in die Optimierung unserer zum Teil veralteten Strukturen stecken würden.

Also, wann geht"s los?
citybowl am 25.06.2009 | 12:47
Sag ich doch,es muß mehr Dampf in die Bude.Wir haben soviel Potenzial in der Stadt.Aber die guten Ideen oder Initiativen werden aufgefressen vom endlosen Mittelmaß,das weder etwas neues zulassen will noch sich dafür persönlich einsetzt.Wir brauchen ein geordnetes Chaos,ein ständiges Brainstorming und dafür wäre ein Profi-Portal ein geeignetes Sammenbecken zum Austausch.Ein Bürger-Forum,welches man Ernst nimmt,das man schätzt,seitens der Stadt und ihrer politischen Vertreter.
deep2thought am 30.06.2009 | 16:02
Ideenmanagement in der Hamburger Verwaltung (  Link )


Ein Unternehmen ist so nur gut wie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Frage ist nur: Wie können deren Fähigkeiten und Ideen erfasst und nutzbar gemacht werden?

Die hamburgische Verwaltung hat ein Instrument, das den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die Möglichkeit bietet, eigene Ideen und Vorstellungen zur Verbesserung des Unternehmens einzubringen: das Betriebliche Vorschlagwesen (BVW).

Stellen Sie sich vor, alle 80.000 Beschäftigten der hamburgischen Verwaltung würden einen betrieblichen Verbesserungsvorschlag pro Jahr einreichen, mit dem sich 500,- € einsparen ließen, das würde zu einer Einsparung von ..., na? 40 Millionen € p.a. führen.

Unvorstellbar sagen Sie? Warum? Bei der Phoenix AG Hamburg reicht jeder Beschäftigte zwei Vorschläge pro Jahr ein. Ein anderes Unternehmen, die Siemens AG hat 1996 pro Mitarbeiter ein Einsparvolumen von 550;- € realisiert.

Um ein so ehrgeiziges Ziel zu erreichen, bedarf es der Anstrengung aller:

Der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Ideen zu Papier bringen müssen und von denen Kreativität gefordert ist,

der Vorgesetzten, die eine kreative Atmosphäre schaffen und die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Ausarbeitung ihrer Ideen unterstützen müssen,

und nicht zuletzt der Sachverständigen, die betriebliche Vorschläge möglichst zügig begutachten müssen.

In der seit dem 1.Oktober 2000 gültigen Richtlinie für das Betriebliche Vorschlagwesen sind folgende Eckpunkte eines modernen, mitarbeiterorientierten Vorschlagwesens geregelt:

Vorschläge dürfen auch für den eigenen Arbeitsbereich eingereicht werden.

Vorschläge werden grundsätzlich direkt beim Vorgesetzen eingereicht.

Die Vorgesetzten bewerten und prämieren die Vorschläge innerhalb ihres eigenen Verantwortungsbereichs eigenständig bis zur Prämienhöhe von 250,- €.

Im folgenden finden Sie als Einreicher, prämierungsberechtigter Vorgesetzter, Koordinator oder Sachverständiger im Prüfungsausschuss Hinweise, Vordrucke (Ideenbegleiter), Checklisten, Berechnungsbeispiele für Prämien, eine Liste mit den für Sie zuständigen örtlichen Ansprechpartnern (BVW-Koordinatoren) und natürlich auch die gültige Richtlinie für das Betriebliche Vorschlagwesen.
benja am 30.06.2009 | 16:49
Leider lässt sich der Link nicht öffnen (Intranet?), aber heißt das, dass es ein solches Vorschlagswesen in der Hamburger Verwaltung bereits gibt?
chaoshacker am 30.06.2009 | 18:10
@deep2thought
Der Link führt ins FHHintranet - da kommt man aus dem Internet natürlich nicht ran. Aber ich denke Du hast den dort vorzufindenden Text hier gepostet.
@benja: es kann ja durchaus sein, dass IN der VERWALTUNG ein Vorschlagswesen gibt, aber daran können dann ja nur die dortigen Mitarbeiter teilnehmen.
Ich möchte ein offenes Vorschlagswesen für jeden BÜRGER! Und sowas scheint es noch nicht zu geben. Wenn es sowas aber schon intern gibt, dann kann man es der Einfachheit halber natürlich nach extern erweitern.
Oliver Thiel am 06.07.2009 | 14:59
Ein ähnliches Instrument bietet ja zB auch der Eingabenausschuss der Hamburger Bürgerschaft. Also: Ran an die Petitionen.
chaoshacker am 06.07.2009 | 21:27
Man könnte die Erklärung über das Eingabeverfahren sicherlich so interpretieren, daß man dort auch Verbesserungsvorschläge einreichen könnte, aber wenn man sich das alles mal so durchliest (  Link ) dannhat man eigentlich den Eindruck es doch mit einem Beschwerdemanagement und nicht mit einem Ideenmanagement zu tun zu haben. Und es muss ja auch nicht immer sein, dass sich gleich die Bürgerschaft oder der Senat damit beschäftigt. Und es geht nicht einfach nur darum bestimmte Dinge einfach nur zu prüfen und darüber zu entscheiden, sondern diese ggf. auch weiterzuentwickeln. Alleine schon, daß eine Eingabe schriftlich mit Unterschrift, nicht anonym und möglichst auf deutsch erfolgen muss, zeigt, daß dies das falsche Instrument ist.

Eine gute Idee kann auch per E-Mail oder Web-Formular, anonym und auf englisch eingereicht werden. Eine gute Idee ist eine gute Idee! Und sie sollte die richtigen Leute erreichen.
Sensai am 07.07.2009 | 10:23
Gut so!

Frei sein von linken oder rechten Idealen, damit Einsicht sich zeigt!

Das Potential des volkes nutzen, denn da gibt es einen gesunden Mix.
Sensai am 07.07.2009 | 10:40
Online Umfragen zu aktuellen Themen, wie es sie von Marktforschungsinstituten schon lange gibt, denke ich, währen eine gute Möglichkeit für eine Ideenbörse/Bedarfsbörse zur Gestaltung unsrer Politik.
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