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Staatsschulden abbauen.

Sensai am 30.06.2009 | 18:22
Eine einmalige Vermögenssteuer von 10%, dürfte doch hilfreich sein und keinem wirklich weh tun.

Ergo, Allgemeinverpflichtung des Kapitals, denn ich denke, wer sich diesen "Satz" hat einfallen lassen, hat weiter, tiefer, und umfasender gedacht.





vorhandene Antworten
Farmsener am 01.07.2009 | 14:11
...und danach wird das Geld wieder zum Fenster rausgeworfen...
Die Reichen schaffen ihr Geld eh Beiseite und die Armen haben nichts zu geben.
Die "normalen" Leute müssten zahlen, die eh schon am meisten durch Abgaben belastet sind.
Ich finde den Vorschlag völlig verfehlt!
veddel am 01.07.2009 | 16:04
Wir haben kein echtes Einnahmenproblem (von einigen ziemlich großen Steuerschlupflöchern mal abgesehen), sondern ein strukturelles Ausgabenproblem.
Für alles muss der Staat / Steuerzahler aufkommen. Mehr Einnahmen würden auch gleich wieder verpulvert um Wählerstimmen zu erhaschen.
Und bei vielen nett gemeinten Unterstützungen durch den "Staat"(also uns) gibt es erhebliche "Mitnahmeeffekte" durch Leute, die es nicht nötig hätten diese zu nutzen.
Warum braucht ein z.B. ein Hartz IV Empfänger die Abwrackprämie ? Woher hat er das restliche Geld für einen Neuwagen ? Aber auch ein Millionär bekämme im Prinzip die Abwrackprämie, wenn er seinen 100.000 Euro Schlitten nicht ohnehin als Leasing von der Steuer absetzt und deswegen "leider" kein altes Auto hat.
chaoshacker am 01.07.2009 | 20:51
Könnte Hamburg unabhängig vom Bund eine solche Vermögenssteuer einführen? Ich glaube nicht. Und wenn doch: würde Hamburg das schneller schaffen, als die Leute, die sie zahlen müssten, aus der Stadt fliehen und ihr Geld in Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Sicherheit bringen? Ich glaube nicht.
mson am 02.07.2009 | 14:59
Klingt nett. Habe z.B. 10.000 Euro Vermögen, muss davon dann 1.000 Euro abgeben. Zählt da meine Hypothek mit, oder 3 Kinder auf der Schule ? Insgesamt geht das dann 10x, dann ist mein Geld weg. Das gebe ich dann aber schon vorher aus !
Also: Nett, aber m.E. nicht durchdacht.
Steuerzahler am 03.07.2009 | 09:47
Leider kann Hamburg das nicht allein einführen - aber ansonsten finde ich den Vorschlag (genau wie eine Erhöhung der Erbschaftssteuer) gut. Leistung soll zählen, nicht geerbtes Vermögen.

Allerdings würde ich bei beiden Steuerarten Freibeträge von 200.000 Euro pro Erwachsenen und 100.000 Euro pro Kind einziehen. Da ist das typische "klein Häuschen" selbst in Hamburg steuerfrei und es trifft nur die, die es sich auch leisten können.
Und ich würde die Einkünfte aus diesen Steuern streng zweckbinden für den Schuldenabbau, damit nicht wieder ungedeckte Wahlschecks versprochen werden wie Steuersenkungen oder Subventionen, die wir uns nicht leisten können.
Sensai am 07.07.2009 | 12:25
Hi liebe Leute,
logisch muss das noch differenzierter ausgearbeitet werden!

Mir geht es um die Tatsache, dass, wer viel im "Spartrumpf" hat, zahlt mehr, wer weniger hat, zahlt weniger und wer nix hat, zahlt auch nix!

Denkt doch mal ideal!

Ich bin gerne bereit, von meinen 1.000,- Euro Sparguthaben 10% zu zahlen!

Und wer da mehr hat, zahlt eben auch mehr!

Logisch? Kommt doch letztendlich allen zu

gute!

Mir ist bewusst, dass wir das Volk, das "BIP" erwirtschaften und andere den "Rahm" abschöpfen, da sollten wir noch mal genau hinsehen, ob das so richtig ist.
HaSe am 07.07.2009 | 18:47
Die höchsten "Vermögen" liegen ja nicht in Sparstrümpfen oder auf Sparbüchern rum, sondern sind z.B. ein Eigenheim oder eine Unternehmensbeteiligung. Und da wird das mit den 10% dann schon etwas schwieriger. Angenommen Mittelgroßes Haus mit Wert 1,2 Mio (ggf. noch Kreditfinanziert) und mal positiv gedacht Freibetrag von 1 Mio. für Eigenheime (wie bei der Erbschaftssteuer), bleiben 10 % von 200.000 € = 20.000 € mal eben so ans Finanzamt. Das stellt dann schon ein echtes Problem dar. Wer da Haus & Auto & Boot kreditfinanziert oder das Haus nicht aus eigenem Einkommen erworben (z.B. geerbt) hat, darf sich dann schon mal für die Zwangsversteigerung anmelden.

Auch der Handwerksmeister, dessen Betrieb mal gerade so viel Gewinn erwirtschaftet, wie eine Spareinlage (und das ist nicht selten), wird wohl Zusperren und seine Leute entlassen, wenn er sein Anlage"vermögen" in Gestalt von Werkzeugen, Maschinen, Lieferwagen, Materialvorräten und ggf. Werkstattgebäude so versteuern muss, weil er im Moment eh keine Kredite bekommt.

Ich denke, der Vorschlag ist etwas kurzsichtig, denn entweder gibt es dann wieder tausende Ausnahmen und Folglich nur Dumme, die zahlen müssen oder wir kollabieren an den Nebenwirkungen.

Jährlich 1% über 10 Jahre als "Schulden-Soli" wäre da wohl realistischer, wenngleich ebenfalls nicht ohne Nebenwirkungen - gerade in "Schlechten" Jahren, in denen die Unternehmensgewinne nicht so sprudeln
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